Spanien – Türkei 3:0 (Vorbericht)

Spanien ist gegen die Türkei seit 62 Jahren ungeschlagen. Eine Riesenfrechheit, meint Präsident Erdogan. Unerträglich, unfassbar, untürkisch. Das muss sich ändern. Zusammen mit „General“ Fatih Terim, dieser unwiderstehlichen Mischung aus Louis de Funés und einem brodelnden Vulkan, hat er den Club der mickrigen miesepetrigen Militäroberbefehlshaber (MiMiMi) einberufen. Auf dem Plan steht: Vier Stunden Extra-Freistoßtraining für Hakan Çalhanoğlu („Bis einer reingeht“), Zwei-Meter-Schießen gegen Torwart Vulkan Babacan („Reaktionsschnelligkeit einbläuen, bis das Trikot violett ist“) und Bullying für Emre Mor („Der Bub sieht einfach zu wehleidig aus, den muss man abhärten“).

„Immerhin besser als 2014“, denkt sich der Spanier und hat natürlich Recht. Damals hat ihm der wieselflinke Holländer ein 1:5 zum Auftakt in die Maschen gewuselt. Insofern war der Tscheche pflegeleichter, zumal dessen Angriffsversuche gut abzuwehren waren. Dass es aber nur zu einem Törchen gelangt hat und dies auch noch schnöde von einem Abwehr-Eisenkopf reingedrückt wurde, stößt dem spanischen Fußballfeinschmecker eher übel auf. Nur Fernschusstore wären noch schlimmer. Exzessives Flachpass-Spiel, bis der Gegner samt Torwart im Koma liegt und dann den Ball über die Linie schieben, so soll das sein. Das probieren die Spanier dementsprechend auch heute wieder über 99% der Spielzeit.

Zum Schluss noch dies: Es kann ab jetzt sehr gut sein, dass es nur noch Vorberichte oder Nachberichte in Form der Tweets geben wird. Ich versuche, beides abzuliefern, aber wenn es nicht hinhaut, soll es halt nicht sein.

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