Rumänien – Schweiz / Frankreich – Albanien (Vorbericht)

Heute haben sich alle Kollegen mit ihren isländischen Namen angeredet. Karlssons lagen sich lachend in den Armen, Peterssons fanden sich schnieke, eine Gunnarsdottir war stolz auf ihre nordischen Wurzeln. Ich war der einzige Heinzsson. Blöd.

Fakten, Fakten, Fakten: 1) Rumänien und die Schweiz duellierten sich 12 Mal miteinander, es kam zu je 5 Siegen und 2 Unentschieden. 2) Wegen einer 0:1-Niederlage gegen Rumänien verpasste die Schweiz die Qualifikation zur EM 1992. 3) Mir fällt sehr wenig zu diesem Spiel ein und ich müsste jetzt mal was essen. 4) Ich finde diese Countdown-Durchsage vor jedem Anpfiff so prickelnd wie das rhythmische Klatschen im ZDF-Fernsehgarten, wenn DJ Ötzi seine neue Single performt. 5) Ehemalige „Der Preis ist heiß“-Assistentinnen diskutieren in ihrer Selbsthilfe-Gruppe sicher Hand-und Körperhaltung der Stewardessen bei der Präsentation des Einlaufs der Spieler und Schiedsrichter.

Die Rumänen waren enttäuscht nach ihrer 1:2-Niederlage gegen die Franzosen. Die Schweizer waren glücklich nach ihrem 1:0 gegen Albanien. Beide Mannschaften respektieren sich für ihre Leistungen. Die rumänischen Spieler haben mit ihren Familien einen Ausflug zum Schloss Chantilly unternommen. Ich war gestern im Kaufland.

Al Bano und Romina-Power sind bei diesem Turnier bisher noch nicht in Erscheinung getreten. Diesen Scherz verstehen jetzt nur alte Menschen, die in den 80er Jahren Italo-Pop aktiv durchlitten haben. Ihnen entsende ich ein „Felicità“ zum Gruße. Gegen die Gastgeber müssen die Albaner heute unbedingt punkten. Womit zumindest die Tippanbieter nicht rechnen. Bei meiner Klitsche springen für einen Dreier der Skipetaren das 14-fache des Einsatzes heraus. Hätte ich noch Geld, ich würde es mal wagen. Island ist vielleicht nur der Anfang.

Diffus die Statistiken: In den letzten beiden Freundschaftsspielen konnte Albanien einen Sieg und ein Unentschieden mitnehmen. Die vier Begegnungen davor gewannen die Bleus mit einer Tordifferenz von je +10. Moment.. je +10? Steht so auf der UEFA-Vorberichtsseite. Wenn’s stimmt, verheißt das Gutes für die Partie. Entweder Sensation oder Kantersieg. Nehme ich beides.

Dimitri Payet, der Siegtorschütze im Eröffnungsspiel, wird in ganz Frankreich und in seiner Heimat Réunion gefeiert. Eine kleine Insel im Indischen Ozean, östlich von Madagaskar gelegen, die ein französisches Übersee-Département und damit ein Gebiet der Europäischen Union bildet. Exotisch, vielen unbekannt, fernab gelegen, überraschenderweise doch zu einer europäischen Nation gehörend – Jonas Hector könnte derselbe Coup mit einem Tor für das Saarland gelingen. Ich drücke die Daumen.

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