Zwischenspiel: Ein Gedicht auf Béla Réthy

Sie hat mich nicht ruhen lassen, die regnerische Nacht in Donezk und dieses spektakuläre Geständnis aus der Reporterkabine. Ich habe für Béla Réthy ein Gedicht geschrieben. Dies ist mein letzter Versuch, diesen Blog zu Ruhm, Ehre oder mindestens dem Grimme Online-Preis zu führen. Daher möchte ich alle Leser bitten: verlinkt es, tweetet es, schickt es dem Spiegel, dem kicker, BILDBlog, dem ZDF oder einfach allen die ihr kennt und mögt (aber nicht der BILD, denn die wird es nicht verstehen).

Er ist unser Mann am Mikrofon
Ihn kennt jedes Kind, ihn kennt die Nation
Sein Kopf ist gefüllt mit allerlei Daten
Doch er hat keinen Garten
Béla Réthy hat keinen Garten

Man fragt sich oft, wer ist dieser Mann
Der alles weiß, der alles kann
Er lacht lauthals auf, wenn andere raten
Doch er hat keinen Garten
Béla Réthy hat keinen Garten

Oft wirkt er gequält, oft wirkt er verbissen
Mal weiß er selbst nicht, wohin mit dem Wissen
Dann haut er drauf, dann gibt er den Harten
Doch er hat keinen Garten
Béla Réthy hat keinen Garten

Martin Schneider heißt der Mann neben ihm
Im Regen von Donezk, da wurd‘ es intim
Sie schau’n auf den Rasen, weg fliegen die Karten
Jetzt wissen es alle: Er hat keinen Garten
Béla Réthy hat keinen Garten

Wir nörgeln, wir kritteln, wir jammern herum
Manche wünschen sich laut, dieser Mann wäre stumm
Doch auf uns im Keller, da wartet ein Spaten
Nicht bei Béla. Denn er hat keinen Garten
Béla Réthy hat keinen Garten

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10 Gedanken zu “Zwischenspiel: Ein Gedicht auf Béla Réthy

  1. Ich bin erschüttert! Dann muss Béla Réthy immer in öffentliche Grünanlagen, falls er mal einen schattenspendenden Baum sucht? Darüber könnte man ja ein 1000-seitiges Epos schreiben.
    Falls Du keine Zeit haben solltest, kannst Du diese Aufgabe an Günter Grass delegieren.

    • Oh mein Gott, daran habe ich noch gar nicht gedacht! Ich hatte eher Gartenarbeit im Kopf. Jetzt bin ich erst recht erschüttert! Und es wirft eine neue Frage auf: Würde ich Béla Réthy in meinen Garten lassen? Der ist doch immer so kritisch. Am Ende kanzelt er mich ab. „Der Rasen. Unbespielbar. Die Aufstellung der Bäume. Konzeptlos. Die Brennesseln. Verhindern ein attraktives Spiel. Ein Desaster in Grün.“

  2. Pingback: Kroatien – Spanien 0:1 / Italien – Irland 2:0 (Nachbericht) | Das unfassbar kompetenzfreie EM-Tagebuch

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