Tschechien – Polen 1:0 / Griechenland – Russland 1:0 (Nachbericht)

Keine Panik! Nach meinem Kenntnisstand kehrte der Heiland nicht zurück auf Erden. Das Schwarze Meer blieb ungeteilt, Usedom versank nicht. Gesichert dagegen ist: Ich habe keine Ahnung von Fußball. Griechenland besiegt Russland und erobert den zweiten Platz in der Gruppe hinter Tschechien. Wahrscheinlich sind wir alle in einer Zeitschleife gefangen und wissen es nur noch nicht. Willkommen im Jahr 2004!

Breslau. Wieder Regen. Ich musste nochmal kurz raus. Die Bäume wehten mir Bélas Wehklagen ins Ohr. Polen beginnt wie gewohnt flott; Fallrückzieher (Dudka), Freistoß (Obraniak), Schuss (Lewandowksi) – alles in den ersten 10 Minuten. Auf der anderen Seite vergibt Pilar freistehend.

Boenischs Knaller in der 22. Minute bringt endlich den Standardsatz von den Fernschüssen als probates Mittel. Heribert Faßbender wäre damit noch vor Anstoß vorgeprescht.

Ab der 30. Minute Leerlauf. Polen sollte in den kommenden 50 Minuten auftreten wie ein Heavy Metal-Fan auf dem Katholikentag – verwirrt und desinteressiert. Ab der 80. Minute bin ich bei ZDFinfo, Thomas Wark und den Griechen. Die in der Nachspielzeit der ersten Hälfte das 1:0 durch Karagounis erzielen.

Polen wartet weiter ab, überlässt den Tschechen das Feld, nicht mal mehr der simpelste Pass will ankommen. Wenn das ein Alles oder Nichts-Spiel für die Mannen von Franciszek Smuda war, dann hat man sich recht frühzeitig für Nichts entschieden. Jiracek schließt in der 72. Minute einen Konter von Baros zur verdienten Führung ab – 1:0.

Rüber nach Warschau. Die Russen laufen an, doch es gelingt kein Durchkommen. Samaras rutscht bei einem Ballkontakt aus. Wenigstens er sollte mich nicht enttäuschen. Der Wall hält beieinander, Russland fällt auseinander. Das unüberwindbare griechische Abwehrbein erarbeitet sich heute den Status als neues Wahrzeichen der Hellenen. Die Akropolis kann nun guten Gewissens verkauft werden.  Hoffentlich gibt das keine Krawalle in Warschau und Breslau.

Griechenland könnte damit unser Gegner im Viertelfinale werden. Kommt dann Merkel? Sollten wir Angst haben? Ja, wenn wirklich 2004 sein sollte. Ich geh nochmal am Kalender nachgucken.

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Ein Gedanke zu “Tschechien – Polen 1:0 / Griechenland – Russland 1:0 (Nachbericht)

  1. Oh, das ist doof gelaufen, in beiden Spielen. Ich habs nicht sehen können, weder das eine noch das andere. Vielleicht ganz gut so. Hätte mich möglicherweise zu sehr aufgeregt. Das Ergebnis zu lesen, ist einfacher. sche.. sind trotzdem beide. Aus meiner subjektiven Sympathiesicht

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