Dänemark – Portugal 2:3 (Nachbericht)

Der erste Todeskandidat der Todesgruppe zieht den Kopf aus der Schlinge. Portugal siegt mit 3:2 gegen Dänemark. Trotz Cristiano Ronaldo. Den Dänen merkt man schon in den ersten Minuten ihre Einstellung zu dieser Partie an. Es ist wie mit einem älteren Pärchen im Swinger-Club: Nichts muss, können tut aber auch nicht viel.

18. Minute: Cristiano Ronaldo mit einer Weltklasseaktion. Hier stimmt alles: Beinhaltung, Schusstechnik, Dynamik. Nur Ball und oder Rasen verhindern ein sicheres Tor.

24. Minute: Pepe macht den Shevchenko. Nach einer Ecke springt er rein, setzt den Ball in die kurze Ecke, 0:1. Wieder muss es ein Verteidiger richten, schon in den Vorbereitungsspielen war es eher ein Grasfresser als ein Künstler, der mal getroffen hat.

36. Minute: Postiga verwertet einen Pass von Nani direkt und unhaltbar in die Maschen. Helder Postiga, von dem man eigentlich dachte, er trifft mit seinem Strahl nur noch ins Urinal. Der aber sitzt sauber.

41. Minute: Nach Flanke von Jacobsen köpfen sich Krohn-Delhi und Bendtner den Ball zu, als wären sie wieder zurück am Strand, wo sie 1992 zum EM-Titel aufbrachen. So einfach kann Fußball sein.

50. Minute: Cristiano Ronaldo mit einer Weltklasseaktion. Hier stimmt alles: Tempo, Ballbehandlung, Körpersprache. Nur Ball, Rasen und Andersen verhindern ein sicheres Tor.

63. Minute: Kommentator Oliver Schmidt erfindet nach einem Schuss von William Kvist das Weitstoßtor. Vielleicht ab Ende Juli bei Olympia, wenn Kugelstoßen alleine zu langweilig wird. Oder aber demnächst bei Schlag den Raab.

78. Minute: Cristiano Ronaldo mit einer Weltklasseaktion. Hier stimmt alles: Atmung, Aussehen, Blutdruck. Nur Ball, Rasen und wasweißich verhindern ein sicheres Tor.

80. Minute: Bendtner köpft nach einer Flanke von Jacobsen das 2:2. Ich fange an, mitten im Jubel irre zu lachen. Wenn es so bleibt, brauchen wir gegen die Niederlande nur einen Punkt, dann spielen wir gegen Dänemark Gijon.

87. Minute: Was mache Silvestre Varela? Gerade mal vor drei Minuten eingewechselt, semmelt er erst mit links drüber und dann mit rechts rein. Spielverderber. Ich hatte mich schon so auf die Schlagzeilen gefreut, wenn das für die Iberer daneben gegangen wäre! Wahrscheinlich hätte ich sogar extra portugiesisch gelernt, um die  ganzen Gehässigkeiten gegen CR7 zu verstehen. So aber bleibt Portugal bis zum letzten Vorrundenspiel im Turnier. Die Frage ist: wie sind die Gegner aus Holland dann drauf?

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