Richtig Emotionen rauslassen mit Angie

Gestern in der Sportschau, nach dem Spiel Deutschland – Serbien meinte unsere Bundeskanzlerin, nachdem sie auf die Pfiffe der Zuschauer angesprochen wurde (nachzuhören ab Minute 3:53 in diesem Video), in ihrer unnachahmlichen Wortgewandtheit:

Na gut, man muss ja ein bisschen mitgehen und man hat dann auch mal, denkt man: meine Güte, im Grundsatz könnte es doch und warum jetzt die Ecke wieder, aber ich bitt‘ Sie.

Da fühlte ich mich prompt schäbig und schwor mir, meine liebgewonnenen Spielerzusammenscheißfloskeln gründlich zu überarbeiten. Nix mehr mit

„Gomez, du lasche Pommes, den mach ich doch ohne Beine rein“ oder
„Schweini, stell das Hirn unter der Stachelmatte ab und pflanz die Kirsche unter die Latte“ oder
„Metze, du siehst so alt aus wie dein Bart“ oder der Klassiker
„Ihr seid aber auch einfach zu doof!“

Stattdessen werde ich eher mal was Gebildetes einwerfen wie:

„Also, wir müssen jetzt gemeinsam eine Lösung finden, um den Zustand des Gleichstands überwinden zu können“ oder
„Die Frage, ob das ein Elfmeter war, würde ich gerne mal dem Untersuchungsausschuss vorlegen!“ oder
„Wenn ich das so unverkrampft betrachte, wäge ich immer stärker das Für und Wider einer Ankopplung der Diäten an die Gehälter von Fußballprofis ab. Zugunsten des Fürs, meine Damen und Herren!“

Bis zum Samstag krieg ich das hin.

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